So fing alles an…

Im Jahr 1982 fing es an. Ich habe mir von meinem Ersparten eine Kleinbildkompaktkamera gekauft. Es war zwar schon ein besseres Modell, aber Plaste und Elaste ließen grüßen. Ich lernte da auch den Zugang zu den ORWO SW Filmen NP 20 und NP 22 kennen und was es bedeudete, wenn man diese nicht bekommen kann. Dann gab es nur Photo 65 ein griesliger Film aus den russischen Ländern und wenn man Pech hatte, dann öffnete sich die Patrone von alleine und alles war belichtet.

Natürlich gab es zum Startzeitpunkt für mich nur das geschehen bei der Bahn als Hauptmotiv. Aber gerade hier versagte die Kompakte, denn es gab kaum Möglichkeiten höhere Verschlusszeiten einzustellen und was bitteschön ist ein Belichtungsmesser? 

Nimm Blende 8 – wenn die Sonne lacht, ja so etwas wurde mir erklärt. Aber eben die wenigen Verschlusszeiten waren das Hauptproblem. Aber ich lernte mit diesem schwierigen Grundlagen einiges und wurde langsam besser.

Natürlich war man in der Familie mit der Kamera bekannt. Irgendwo wo gefeiert wurde, bin ich dann auch eingeladen worden um die üblichen Familienbilder zu machen. Das war auch nicht schlecht, aber irgendwie tobte ich mich da nicht in Kreativität aus. Eher fand ich diese Bilder langweilig. Schade eigentlich. Heute weiß ich, dass auch diese Bilder Zeitzeugen sind.

Schon 1983 musste eine neue Kamera her. Als Schüler nicht so einfach, aber es gibt ja zum Glück Weihnachten und die Eltern wollen Freude bereiten. So gab es mein erste Spiegelreflexkamera (SLR) der marke Zenit. Ein russisches Gerät mit ordentlich Gewicht. Mit dieser kamera hatte ich dann auch die ersten Wechselobjektive, denn weitwinkel und ein kleines Tele gehörten dazu. Und die Qualität der Bilder stieg wirklich an, auch der eingebaute Belichtungsmesser war dafür verantwortlich.

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